Sonntag, 15. November 2009, 17:00 Uhr

Erlöserkirche Gevelsberg

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Elias

Oratorium für Solostimmen, Chor und Orchester

 

Jana Stehr – Sopran

Angela Froemer – Alt

Bernhard Scheffel – Tenor

Tobias Scharfenberger – Bass

 

Kantatenchor Gevelsberg

Wittener Bach-Chor

Ev. Jakobus-Chor Breckerfeld

Philharmonisches Orchester Ennepe-Ruhr

 

Leitung: Gerhardt Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 15,- € (10,- €)

Abendkasse 18,- € (13,- €)

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Ein besonders herausragendes musikalisches Ereignis verspricht das Konzert am 15. November 2009 in der Erlöserkirche zu werden.

Aus Anlass des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartoldy gibt es ein Wiederhören mit seinem großen Oratorium Elias. Vor 12 Jahren (1997) war es zum 50-jährigen Jubiläum des Gevelsberger Kantatenchores das letzte Mal in Gevelsberg zu hören. In einer Gemeinschaftsproduktion des Kantatenchores Gevelsberg mit dem Wittener Bach-Chor und dem Ev. Jakobus-Chor Breckerfeld wird es nun erneut zur Aufführung kommen. Vier namhafte Gesangssolisten und das Philharmonische Orchester Ennepe-Ruhr komplettieren das Musikeraufgebot und lassen die Geschichte des biblischen Propheten Elias lebendig werden.

Am 26. August 1846 gelangte der "Elias" in Birmingham mit nahezu 400 Mitwirkenden zur Uraufführung. Mit den Vorarbeiten hierzu hatte Felix Mendelssohn-Bartholdy bereits unmittelbar im Anschluss an die Uraufführung seines Paulus im Jahre 1836 begonnen.

Für den alttestamentarischen Stoff entschied Mendelssohn sich aus mehreren Gründen. Ihn begeisterte die Person des leidenschaftlichen und streitbaren Propheten. Darüber hinaus bot der Stoff dem Komponisten zahlreiche Möglichkeiten zu bildhafter und dramatischer Gestaltung. Die Stationen des biblischen Geschehens wie Dürre, Feuer, Regen und Gotteserscheinung werden von Mendelssohn in packende musikalische Bilder umgesetzt.

Nicht zuletzt gab der Elias-Stoff Gelegenheit zur Komposition von vollen, starken und farbigen Chören. Der Chor nimmt einerseits als Volk Israel, Baalspriesterschaft oder Chor der Seraphim an der dramatischen Handlung teil. Andererseits sind ihm (wie zum Teil auch den Solisten) betrachtende Partien allgemeinen religiösen Inhalts anvertraut; schließlich übernimmt er in den Passagen der Gotteserscheinung und der Entrückung des Propheten berichtende Funktion. Gerade die Vielgestaltigkeit der Chöre und ihre Ausdruckskraft haben entscheidend zur Beliebtheit des Elias beigetragen.

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Weihnachtsoratorium 2008 im Zentrum für Kirche und Kultur Gevelsberg

Kantatenchor Gevelsberg, Wittener Bach-Chor, Ev. Jakobus-Chor Breckerfeld

Foto Ralf Sichelschmidt/Westfalenpost

Die Solisten

Stehr

Jana Stehr- Sopran

stammt gebürtig aus Tschechien. Ab 1985 studierte sie am Konservatorium in Pardubice/Tschechien bei Professorin Svatava Subrtova, die auch bis heute Jana Stehrs sängerische Entwicklung begleitet. Ihre künstlerische Reifeprüfung legte sie 1991 mit Auszeichnung ab. Nach einem Engagement als Solistin am Opernhaus in Ostrau und am Operettentheater Karlin in Prag führten sie weitere Studien zur Kammersängerin Elisabeth Lachmann und Professor Andrej Kucharsky (Internationale Meisterkurse Karlsbad). Sie war Preisträgerin beim Landeswettbewerb NRW und Finalistin mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe in Berlin, München, Wien und Karlsbad. Seit 1992 ist Jana Stehr durch eine vermehrte Konzerttätigkeit mit breit gefächertem Repertoire von der Oper, Operette über das Oratorium und die Geistliche Musik bis zur Liedkunst aller Epochen und Stile bekannt. Sie wirkte bei Konzerten in Tschechien, Slowakei, Österreich, Holland, Italien und natürlich Deutschland (Kölner Philharmonie, Reinoldi-Kirche Dortmund) mit. Aufnahmen beim Prager Rundfunk und im Tschechischem Fernsehen sowie CD-Einspielungen dokumentieren ihre rege musikalische Tätigkeit.

Froemer

Angela Froemer

absolvierte ihr Gesangstudium in ihrer Heimatstadt Freiburg bei Christoph Schwartz, in Düsseldorf bei Janina Stano und Celina Lindsley, sowie privat bei Elisabeth Böhmer (Gelsenkirchen). Abschlüsse in Gesangspädagogik und Funktioneller Atemtherapie erweiterten ihre Qualifikation.

Seit ihrem Examen 1996 ist sie als freiberufliche Sängerin im Konzert- und Opernbereich tätig.

Solistisch reüssierte sie in der Vergangenheit bei der Rheinischen Operettenbühne und der Kleinen Oper Düsseldorf. Als langjähriges Ensemblemitglied des Theater Kontra-Punkt, und des Nova Ensemble Wuppertal sammelte sie Erfahrung im Bereich der zeitgenössischen Musik.

Es folgten zahlreiche Gastspiele beim Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (u.a. Fellini-Fellini, Die Zauberflöte, Cool Love - Heavy Music, Il ritorno d’Ulisse in Patria“, Boris Godunow, Crazy For You, sowie eine Alcina - und zuletzt eine Cenerentolabearbeitung für Kinder).

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildet die Arbeit in verschiedenen renommierten Ensembles, mit denen sie bereits bei vielen Rundfunk-Produktionen und internationalen Chor- und Musikfestivals mitwirkte. (Rheinische Kantorei Dormagen, Balthasar-Neumann-Chor, SWR-Kammerensemble Stuttgart, Kammerchor des Gewandhauses Leipzig)

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Bernhard Scheffel

wurde in Heidenheim/Brenz geboren. Er studierte an der Musikhochschule Stuttgart bei Anna-Maria Weinmann, Prof. Sylvia Geszty und Prof. Ingrid Kremling in Hamburg. Mehrmals besuchte er Meisterkurse bei Prof. Kurt Widmer, Basel. Er begann seine sängerische Karriere mit festen Engagements beim Südfunkchor Stuttgart und als Solist am Landestheater Eisenach, mittlerweile ist er freischaffend tätig.

Seine ausgedehnte Konzerttätigkeit führte ihn neben Deutschland in die meisten Länder Europas, nach Israel, Lateinamerika, in den Iran und in die USA, Südafrika und Namibia. Dabei arbeitete er u.a. mit Hermann Max und Frieder Bernius, Heiner Goebbels, Helmut Lachenmann und dem Ensemble Modern aus Frankfurt zusammen.

Er gastierte bei so bedeutenden Festivals wie Holland Festival, Israel Festival, Rheingau Festival, Wratislavia Cantans und den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Ganz besonders fühlt er sich den Evangelistenpartien von J.S.Bach, und anderer barocker Komponisten verbunden, die er mit großer Ausdruckskraft und souveräner Stimmgebung gestaltet.

Bernhard Scheffel besitzt große Erfahrung auch mit alter und zeitgenössischer Musik, singt regelmäßig bei verschiedenen Rundfunkanstalten und wirkte bei vielen CD- Aufnahmen mit.

Er ist Gründungsmitglied des Vokalquartetts consonanz à 4, das sich besonders die professionelle Interpretation von weltlicher und geistlicher a-cappella- Musik des 19. und 20. Jahrhunderts zur Aufgabe gestellt hat und auch als bestens aufeinander eingesungenes Solistenquartett bei oratorischen Konzerten mitwirkt.

Sein jüngstes Projekt ist das Trio Chanterelle zusammen mit der Sopranistin Wiltrud de Vries und dem Konzertgitarristen Ulrich Busch. Das Trio überzeugt durch seine stilistische Vielfalt nicht nur mit romantischen Kunstliedern, sondern auch mit Schlagern der 30er und 40er Jahre und mit Popballaden von den Beatles bis Sting.

Scharfenberger

Tobias Scharfenberger, Bariton,

wurde in Gräfelfing bei München geboren und wuchs in Hamburg und Trier auf. Nach erstem privaten Gesangunterricht bei Vera Ilieva in Trier, erhielt er seine weitere Ausbildung von 1986‑1994 an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe bei Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse bei Aldo Baldin, Thomas Allen, Peter Schreier und Brigitte Fassbaender sowie Kurse für Liedinterpretation beim Duo Mitsuko Shrai / Hartmut Höll und dem englischen Liedbegleiter Roger Vignoles

Bereits während des Studiums ergaben sich erste Gastverträge und Gastspiele an verschiedenen Opernhäusern (darunter seit 1991 die Oper Frankfurt/M., Staatsoper Stuttgart, Staatstheater Kassel, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, Theater Klagenfurt, Aalto‑Theater Essen).

Nach Stationen als „Iyrischer Bariton“ im Ensemble des Bielefelder Theaters und als Mitglied des Solisten‑Ensembles der Oper der Stadt Köln arbeitet Tobias Scharfenberger seit Beginn der Saison 2000/2001 freischaffend. Gastverträge führten ihn seither an die Komische Oper Berlin („Rigoletto“, „Boris Godunow“, „Der Freischütz“) und an das Opernhaus Dortmund („La Bohème“). Zu seinen jüngsten Aufgaben zählten der Konrad Nachtigall in Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Turin, wiederum Rossini’s Figaro beim Festival „Musik & Theater Saar“ sowie sein Rollendebüt als Guglielmo in Mozart’s „Cosi fan tutte“‑Produktion anlässlich der Wiedereröffnung des Opernhauses in Lorenzo da Pontes Geburtsstadt Vittorio Veneto und in Padua. Im Februar 2003 debütierte in einer „Salome“‑Neuinszenierung am Teatro Carlo Felice in Genua. Bei der AnsBACH‑Woche 2003 sang er den Christus in der Wiederaufführung der „Matthäus‑Passion“ von Carl Philipp Emmanuel Bach. In der Saison 2003/04 wurde er ans Aalto‑Musiktheater Essen für die Neuinszenierung von Léhar’s „Die lustige Witwe“ und als Schaunard in „La Bohème“ verpflichtet. Zahlreiche Konzertauftritte führen ihn u. a. nach Belgien („Die lustige Witwe“ / Danilo), in die Niederlande (Bach‑Passionen) sowie zum Festival des Kammerorchesters „musica viva” nach Moskau. Am Stadttheater Bielefeld gibt er sein Rollen‑Debüt als Fritz Kothner in der Neuproduktion der „Meistersinger“ und ist in der Jubiläums‑Produktion von Mozart’s „Cosi fan tutte” beim diesjährigen Festival „Musik & Theater Saar“ als Guglielmo zu erleben.

Seine umfangreiche Konzerttätigkeit mit Auftritten in Australien (Melbourne‑Festival), Israel, Russland, der Schweiz, Spanien (Bach‑Festival San Sebastian), Tschechien und den USA führte unter anderem zur Zusammenarbeit mit so namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch oder Jeffrey Tate und Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem Israel/ Philharmonic Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Münchener Kammerorchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI und dem WDR‑Rundfunksinfonie‑Orchester.