Karfreitag, 10. April 2009, 18:00 Uhr

Erlöserkirche Gevelsberg

 

Musik, Lesungen und Bilder zur Passion

Marcel Dupré – Der Kreuzweg

nach der literarischen Vorlage von Paul Claudel

 

Gerhardt Marquardt – Orgel

Heike Marquardt – Sprecherin

 

Eintritt frei

Josef und seine Brüder (Henschen)

Unter den vielen Wegen dieser Welt gibt es einen, der für Christen besonders bedeutsam ist. Es ist der Weg, den Jesus als letzten seiner Erdenwege gegangen ist, als er das Kreuz hinauftrug nach Golgatha. Kreuzweg oder Schmerzenstraße (Via dolorosa) haben deshalb spätere Zeiten diesen Weg in Jerusalem genannt.

 

Seit dem Spätmittelalter gibt es den Brauch, diesen Passionsweg Jesu in 14 Stationen entweder an den Wänden einer Kirche oder an einem zu einer Kapelle führenden Weg anzubringen. Die Darstellung, in die sich auch legendäre Züge hineinverwoben haben (Schweißtuch der Veronika, dreimaliger Fall unter dem Kreuz), will zu einer meditativen Kreuzesnachfolge anleiten.

 

In eindringlicher und packender Art schildert der französische Schriftsteller Paul Claudel (1868-1955) die 14 Stationen des Leidensweges Jesu in seinem Werk "Der Kreuzweg.

 

Dieses Werk inspirierte wiederum seinen Landsmann Marcel Dupré (1886-1971) zu seinem großartigen Orgelwerk "Le Chemin de la Croix" (Der Kreuzweg). Dupré, Schüler von Guilmant, Vierne und Widor und großartiger Orgelimprovisator, schuf mit dieser Komposition ein eindrucksvolles Beispiel zeitgenössischer Programmmusik.

Marcel Dupré

Passend dazu werden Bilder des 1925 geborenen Künstlers Sieger Köder gezeigt, Bilder eines Kreuzweges, den er für die Pfarrkirche St. Nikolaus in Bensberg (Bergisch Gladbach) schuf.